Fehlendes Verkehrskonzept

verkehr 1280Nicht nur Hessen braucht dringend ein Verkehrskonzept gegen Verkehrs- und Fluglärm

Die Belastung der Bürger im Rhein-Main-Gebiet durch Verkehrslärm, insbesondere den Fluglärm, hat in vielen Bereichen die Grenze des Zumutbaren bei weitem überschritten. Es müssen dringend neue Konzepte her, die den Verkehr sinnvoll koordinieren und reformieren. Dazu sind langfristige Lösungen notwendig.

Die Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest in Frankfurt am Main ist seit dem 21. Oktober 2011 mit seinem Lärm für die Betroffenen eine unerträgliche Beeinträchtigung geworden. Der massive Lärm bis in die Nachtstunden und die Abgase nehmen den Bewohnern Lebensqualität und macht diese krank. Die Forderung bzw. Erwartung, dass die Bürger dies hinnehmen, ist gerade auch im Hinblick auf die Steigerung der Flugbewegungen, nicht zu erwarten. Der zurzeit bestehende Fluglärm, verursacht von 82 Flugbewegungen pro Stunde, wird sich in den nächsten Jahren auf 126 Slots pro Stunde also um 50% erhöhen. Wer soll diese Dauerbelastung auf Dauer aushalten? Richtig Sinn macht eine Entlastung des Frankfurter Flughafens jedoch erst, wenn dieser im Europäischen Verkehrsverbund bzw. Zusammenhang gesehen wird und auch entsprechend angegangen wird. Aus ökologischen Gründen (Zerstörung der Ozonschicht, Feinstaubdilemma, schädliche Enteisungsmittel, Kanzerogene, Kerosin etc.) sollten z.B. die Kurzstreckenflüge durch schnellen Schienenverkehr ersetzt werden und das zu zahlbaren Preisen. Das Schienennetz sollte europaweit verbessert werden, damit könnten Flugstrecken unter 600 km bequem und zeitsparend mit schnellen Zugverbindungen bewältigt werden. Ferner ist zu prüfen, inwieweit durch eine Bahn- oder Hochbahnanbindung der Flughafen Hahn zumindest in das Cargo- oder Chartergeschäft eingebunden werden kann. Der Stadtverordnete im Frankfurter Römer, Dr. Erhard Römer Erhard, hat einen Antrag an den Magistrat gestellt. In Zusammenarbeit mit der Fraport AG, dem Bundesverkehrsministerium und unanhängigen Forschungsinstituten, die großflächige Verkehrsabwicklungen einschätzen können, sowie des Landes Hessen soll der Magistrat der Stadt Frankfurt prüfen lassen, wie ein ganzheitliches und langfristiges Verkehrskonzept für Hessen, Deutschland und Europa aussehen kann. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz z.B. steht einer intensiveren Nutzung des Flughafens Hahn positiv gegenüber. Eine Machbarkeitsstudie für das Rhein-Main-Gebiet soll folgende Möglichkeiten bzw. Schwerpunkte darstellen: 1. Eine baldige Schienenhochleistungsverbindung zwischen den Flughäfen Frankfurt/Main und Hahn im Hunsrück. 2. Dabei ist zu unterstellen, dass eine leistungsfähige Schienenverbindung ab Hahn weiter nach Norden Richtung Brüssel, Amsterdam auch eine Entlastungsstrecke für das Rheintal Bedeuten könnte. 3. Ebenso sollte über Hahn gegen Westen über Saarbrücken und Metz auch Paris zu erreichen sein. 4. Ferner ist zu untersuchen, wie sich die Regionen eu-weit verändern würden, wenn ein Flugverbot erlassen würde für Flüge mit einer Entfernung von unter 600 km .

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