Resümee einer Weggefährtin

         Hommage an eine Alte Dame – Trude UNRUH wird 90

         Die „Mutter Courage“ der GRAUEN PANTHER

         SUPERFRAU DER POLITIK – auch das stimmt.

Ernst Probst, (deutscher Journalist) schreibt über Trude Unruh und neben 208 anderen, z.B. Heide Simonis und Margret Thatcher, nennt er sie „Superfrau“!

TRUDE UNRUH, die Mutter Courage der GRAUEN PANTHER. Eine unermüdliche Kämpferin für die Rechte und Probleme älterer und behinderter Menschen. Laut und tatkräftig war Sie unterwegs. So kannten die Menschen sie und mochten sie. Wir wurden oft gefragt, warum sieht man TRUDE UNRUH nicht mehr im Fernsehen. Ihre Auftritte im Plenum konnte man schon nicht übersehen und nicht überhören.

Auch wir, die Mitarbeiter, die Vorsitzenden und auch Mitstreiter hatten es oft nicht leicht, all diesen Themen und Fällen gerecht zu werden. Sie schonte auch sich selbst nicht. War bei großer Hitze in Karlruhe Stunden am Info-Stand. Kam schon mit einem Sonnenbrand im Gesicht aus dem Schwarzwald, danach weiter Stuttgart und Esslingen bei gleichen Temperaturen. Und so war es auch bei Minustemperaturen. 

Aber hätte TRUDE UNRUH die GRAUEN PANTHER und den politischen Teil DIE GRAUEN, heute –Allianz Graue Panther Deutschland– nicht gegründet, wäre vieles nicht passiert. Uns gäbe es hier nicht. Kein aus dem Altenheim rausholen und zurück bringen in die Wohnung oder ins Haus. All diese Menschen hätten diese Hilfen nicht erhalten. Viel Positives wäre nicht passiert.

UNRUH wollte politisch etwas bewegen/verändern zugunsten der alten Menschen. Nicht umsonst musste sich UNRUH, damals noch im Bundestag Sprüche wie ’Sie mit Ihrem Friedhofsgemüse’ von den Grünen gefallen lassen. 

Mit aufsehenerregenden Erfolgen bei Aktionen und Demonstrationen waren die GRAUEN PANTHER inzwischen bekannt. Gegen Ende der 80er Jahre gab es bereits 170 Außenstellen und 30.000 Mitglieder.

Zur Jahreshauptversammlung (Senioren-Schutz-Bund GRAUE PANTHER) war nach München 12.7.1989 ins Hofbräuhaus eingeladen worden. Die Mitglieder hatten während der Versammlung die Möglichkeit abzustimmen, ob sie für Gründung einer Partei wären. Die Mehrheit stimmte dafür.

Nach der Mitgliederversammlung wurde mit 135 Gründungsmitgliedern die Partei, DIE GRAUEN initiiert vom Senioren-Schutzbund GRAUE PANTHER, aus der Taufe gehoben. Ich persönlich war auch mit dabei. In der Satzung wurde damals verankert, dass 40% der Mandatsträger GRAUE PANTHER sein müßten, damit der Soziale Aspekt nicht verloren gehe. Das war auch gut so. 

Nun hatten wir das Mandat, damit waren dann auch Wahlkämpfe verbunden und  BaWü, ein großes Land mit 70 Wahlkreisen von Mannheim bis Lörrach, von Tauberbischofsheim bis Isny und den Bodensee, war zu durchfahren, aber wir lagen gut im Bundesdurchschnitt. Wir waren bei den Menschen, hatten einen Bekanntheitsgrad und den Ruf, dass die Grauen Panther sich einsetzen. Das besagten die vielen Anrufe, die auch manchmal direktes Eingreifen erforderten. 

Von einigen Themen und Ereignissen, welche Trude Unruh und uns bewegten und die besonders in Erinnerung geblieben sind, möchte ich hier berichten:

Die Rentner müssen immer mehr Verluste hinnehmen.

Der Rückzug des Staates von den Leistungen des Ausgleichs begann massiv mit der Rentenreform 1992. Im Vorfeld dieser Entscheidung hat TRUDE UNRUH, damals noch im Bundestag – gegen diese Reform gestimmt.

Die damalige Ministerin Bergmann darauf angesprochen:

„Um das Hauptproblem der Arbeitslosigkeit wegzubekommen müssen wir das so machen – für unsere Jugend. Das mit der Rente wird nie mehr so sein, wie es einmal war.“

Überhaupt gehen diese sogenannten Reformen immer zu Lasten der Bürger. 

Das Vertrauen in die Politik schwindet. Hochdotierte Politiker erwecken den Eindruck, dass es ihnen hauptsächlich um ihre Pfründe geht. Beim Thema Diätenerhöhung sind sie sich schnell einig und haben keine Probleme – keine Skrupel damit.

Zum Beispiel diese sogenannte  Gesundheitsreform, die schon den Namen nicht verdient. TRUDE UNRUH: „Eine Reform darf nicht nur allein am Geld orientiert sein, sondern an den Bedürfnissen der Menschen.

Die heute am meisten Betroffenen – die Alten – haben ihr Leben lang unter ganz anderen Voraussetzungen – treu und brav in diese gesetzlich verordnete Versicherung einbezahlt. Und leider kommen mit dem Alter all zu oft Probleme mit der Gesundheit. 

Gegen die Altersarmut forderte Trude Unruh immer eine Mindestrente. Trude Unruh und die Grauen Panther haben dies leider bisher nicht erreicht.

Was ist dass für ein Staat, der die Armut einkalkuliert. Der zusieht, wie 50% unter dem Sozialhilfenniveau liegen. Diese Rentenreform 1992 war ein Verarmungsprogramm. Focus: (damals) “Der Schwindel ist offensichtlich, Rentenreform 1992 ist ein Verarmungsprogramm“. Mit seiner Berechnung spart Blüm 2,2 Milliarden Mark. 

Zahlenakrobatik in Blüms Ministerium, auf Kosten der Rentner, dass selbst die Statistiker nicht mehr mitkommen. Aus dem statistischen Bundesamt. „Wir können die Ausgangsdaten für die Rentenanpassung des Sozialministers nicht nachvollziehen. Unsere Zahlen sind dies jedenfalls nicht.“ 

Für 100,- einbezahlte DM waren es 1976 –, 63 Pfennige

Für 100,- einbezahlte DM waren es 1996 –, 46 Pfennige

so die Berechnung.

Die Renten werden

                             1994 mit knapp 3%,

                             1975 mit 0,78 % und

                             1996 um 02,% steigen

bei einer Teuerungsrate von derzeit zwischen 4 – 5 %. Damit war die Altersarmut damals schon vorprogrammiert. Diesen Generationenkonflikt bräuchte es also gar nicht geben. Wir haben für unsere Alterssicherung einbezahlt. Und hätten nicht die Regierung Milliarden aus der Rentenkasse zweckentfremdet entnommen und wäre dieses Geld treuhänderisch angelegt worden, sehe unsere Rentenlandschaft anders aus. Inzwischen  hat der Euro unsere Renten halbiert, alles wird laufend teurer. Die Rentenerhöhungen sind manchmal nicht mal die Briefmarke wert. 

Rente ist erworbenes Recht und keine Sozialleistung des Staates!

Früher in Bonn, heute in Berlin werden Gesetze gemacht, die die Menschen bis zum letzten Atemzug betreffen. Von der Würde des Menschen, wie auch von Anstand, Ehrlichkeit und Respekt bleibt da Einiges auf der Strecke. 

‚Stuttgarter Nachrichten brachten am 19. Februar 2015 folgende Meldung: „Immer mehr Rentner sind arm.“ Und die Bundesregierung „sieht kein weitverbreitetes Problem“ und kein Grund dies zu ändern (Recherchen der Zeitung). Diese Altersarmut ist nicht neu.

Jede Rentenreform war eine Rentenkürzung. Denen, die den größten Teil des Steueraufkommens aufbringen müssen, droht immer eine bescheidener werdende Rente. Und fast immer Nullrunden.

Der Euro hat diese Renten halbiert und ich höre oft, mit der DM Rente kam man noch zurecht, aber seit dem Euro haben wir Probleme. 

Würden die Regierenden dazustehen, was mit den Rentenkassen passiert ist (Milliarden Fremdentnahmen) würden die Jungen heute nicht die Alten brandmarken, dass sie zu viele Ansprüche stellen. 

Diese Altersarmut und diese Reformen, die nur Kürzungen waren, waren immer ein brennendes Thema für TRUDE UNRUH.

IHRE Forderung – eine Mindestrente – ist nicht neu.   

 

Bonn oder Umgebung – eine wichtige Abstimmung zur Rentenreform?

Trude Unruh wusste wo das stattfindet.

Wir waren der Bundesverstand und noch ein paar mehr. Wir stehen Spalier (linke Seite) mit Plakaten. Natürlich mußten wir erst warten, aber dann kamen sie doch, auch die wichtigen Leute. Mit ziemlich unbewegten Mienen defilierten sie an uns vorbei zum Eingang, nur einer scherte aus und ging lächelnd auf Trude Unruh zu und begrüßte sie per Handschlag mit den Worten: „Trude Unruh Du traust dir was“!

HAUSVERBOT IN EINEM ALTENHEIM FÜHRT ZU EINER ANKLAGE:

Anklage gegen Trude Unruh, Martha Fischer, MDR, Stuttgart Zeitung, eine Journalistin, die dieses Thema für Brisant aufgenommen hat.  

Die Stuttgarter Zeitung fragte bei mir an, ob mir auch so ein Fall bekannt sei und ich erzählte diesen Fall aus BB:

Der Vater wurde unter dem Vorwand, man müsse das Bad umbauen, für 3 Wochen in ein kleineres Altenheim in den Südschwarzwald geschickt. Sein Freundeskreis wollte ihn besuchen: Besuchsverbot. Grund: Er wäre danach immer so unruhig. Mein Anruf dort, beim zuständigen Hausarzt, ’ob er dieses Verbot erteilt hätte, ergab die Antwort: Im Gegenteil: er würde Besuche befürworten. Aber es blieb ein starres Hausverbot. Der Sohn war zum Betreuer bestellt.

Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte dieses Thema und es wurde auch von Brisant gezeigt. Von unserer Seite wurde nie ein persönlicher Name genannt. Aber es kam eben zu dieser Anzeige. 

Beim Landgericht Stuttgart kam von der Gegenseite der Antrag, dass wir dieses Thema in der Öffentlichkeit nicht mehr erwähnen sollten.“ Die Stuttgarter Richter sagten, dass die GRAUEN PANTHER sehr wohl über ihre Arbeit öffentlich berichten müssten. 

Freispruch für Alle!

 

Der alte Herr hatte eine Freundin – sie Kriegerwitwe und er Witwer. Sie gehörte zu dem Freundeskreis. Beide frühstückten oft zusammen, sie las ihm aus der Zeitung vor und sie fuhren gemeinsam in den Urlaub. War es das, was man den alten Leuten nicht gegönnt hat!? 

Inzwischen sind beide verstorben. Er hat noch drei Jahre in seinem unfreiwilligen ‚Asyl’ aushalten müssen. Wir konnten dabei nur zuschauen und leider nichts mehr für Ihn tun.

Demonstrationen

In Mutlangen ließ sich eine ältere Frau von der Polizei wegtragen. Sie trug ein Plakat auf der Brust: GRAUE PANTHER! Dies beeindruckte einen Richter aus Ansberg so sehr, dass er mir davon erzählte, als ich mich als GRAUER PANTHER zu erkennen gab:

Viele unserer Gründer waren damals dabei, demonstrierten vor atomaren Waffenlagern und Raketen. Diese ältere Frau war übrigens Lisa Kauffeld und sie bezahlte keinen, der etlichen dafür verhängten Bescheide. 

So forderte auch Trude Unruh: Keine Stationierung von atomaren, chemischen oder biologischen Waffen in unserem Land.

Trümmerfrauen – Gedenktag am 09. Juli 2002

Am 12. Juli 1987 wurden dem damaligen US Präsidenten Ronald Regen fünf Berliner Trümmerfrauen vorgeführt. Mit einem Händedruck von Herrn Regan sollte ihnen für den Wiederaufbau nach dem Kriegsende gedankt werden.

Eine dieser Trümmerfrauen, die damals 66jährige Ruth Niendorf, beendete kurz darauf, durch Aufhängen an der Türklinke, ihr Leben. Anlass war eine Mieterhöhung von 76,00 DM und die Scham über ihre Altersarmut. Sie bezog eine Rente von 700,00 DM! 

Dieser, von den Grauen Panthern initiierte Trümmerfrauen-Gedenktag soll an diese Frauen erinnern, die Deutschland wieder aufbauten und bis zum heutigen Tag in Armut leben müssen. Weil diesen Wiederaufbauarbeiten auch unter der Schröder-Regierung nicht Rechnung getragen wurde.   

Bei der Einweihung einer fast lebensgroßen Frauenfigur aus Stein, die an diese Trümmerfrauen und eben auch an Ruth Niendorf erinnern soll zogen die „Grauen Panther“ mit Plakaten an diesen Platz. Ein Plakat davon hat mich sehr beeindruckt „Altersarmut – SCHANDE FÜR DEUTSCHLAND“. Das Photo hing lange im Büro des Senioren-Schutzbundes der „Grauen Panther“ in Stuttgart. Arrangiert war diese Protest-Aktion vom Senioren-Schutz-Bund „Graue Panther“ Berlin e.V. Und, da war noch ein weiteres Plakat „Rechtlos im Alter“.

TRUDE UNRUH – Akademie

Seminar vom 20. Bis 21. November 1999 in Fürstenfeldbruck „Betreuungsrecht und Betreuungswirklichkeit“ mit Herrn Rechtsanwalt Alexander Frey, München. 

 

Täglich 380.000 freiheitsentziehende Maßnahmen an hilfsbedürftigen Menschen- mit dieser Zahl schockierte Alexander Frey die Teilnehmer. Diese Zahl ist sicher ernsthaft errechnet, den A. Frey kennt diese Themen und Probleme seit vielen Jahren. 

Trude Unruh eröffnete die Tagung, denn als Mitglied des Bundestages hatte sie dieses neue Betreuungsgesetzt mit initiiert, das, inzwischen in Kraft gesetzt, für Erwachsene das Vormundschaftsrecht ablöste. Im Unterschied zum Vormundschaftsrecht wird die unter Betreuung gestellte Person nicht mehr entmündigt, sie behält die Geschäftsfähigkeit und der Betreuungsumfang richtet sich nach dem Umfang der notwendigen Hilfestellung.

Frey forderte sich für die ihnen anvertrauten Klienten einzusetzen. Mehr Durchsetzungsvermögen bei Pflegemissständen.

Prof. Dr. Volker Thieler warnte vor allem bei der Vermögensverwaltung vor kapitalvernichtenden Anlagen und wies daraufhin, dass oft auch die Beratung durch Geldinstitute mangelhaft wäre.  

Logopädin: „Mir ist nichts anderes als die „Grauen Panther“ eingefallen.“

Eine Logopädin informierte uns, dass sie eine ältere Dame betreute, die nach einem Schlaganfall fast nicht mehr sprechen konnte. Diese Patientin, Frau H., besaß ein Reihenhaus in einem Stuttgarter Stadtteil und wünschte sich so sehr – nach 1 ½ Jahren in einem Doppelzimmer-Pflegebett – wieder in ihr Haus zurück. 

In diesem Fall war eine Absprache mit dem Vormundschaftsgericht nötig und die Zustimmung des Vermögensbetreuers erforderlich. Die nötigen Arbeiten mußten organisiert und vergeben werden.

Es hatte drei Monate gedauert. Der verwilderte Garten mußte zurückgeschnitten und ein Plattenweg für den Rollstuhl angelegt werden. Nach so langer Zeit musste auch das Haus in Ordnung gebracht und pflegegerecht eingerichtet werden.

Dann war Frau H. wieder in ihrem Haus - und als ob die vertraute Umgebung ihr Sprachreservoir günstig beeinflussen würde, so brachte sie plötzlich mehr Worte und teilweise ganze Sätze zuwege.

Bis zu ihrem Tod, wurde sie dann noch fünf Jahre lang, liebevoll von einer italienischen Familie betreut. Ich persönlich habe mich viele Male davon überzeugt, dass Frau H. in guten Händen war.  Bei der Beerdigung von Frau H. sagte der Betreuer, „solche Pflegekräfte zu finden, ist heutzutage schon aussergewöhnlich“.

Eine „Graue Pantherin“ vor Ort und es läuft nicht ab. „Diese Frau ist ein Mensch und kein Tier von Safari“!

(Die Anruferin meinte damit die Wildtiere aus Afrika, die für den Lebendtransport gefangen und ruhiggestellt werden).

Die Anruferin pflegte seit längerer Zeit eine alte, kranke Frau in deren Wohnung. In Absprache zwischen Hausarzt und Betreuer sollte diese Frau nun gegen ihren Willen in ein Pflegeheim gebracht werden. Beim ersten Versuch hatte sich die Frau dagegen gewehrt. Nun sollte ihr die Pflegerin, auf Anordnung des Arztes, eine ½ Stunde vor dem Transport, ruhigstellende Tropfen verabreichen, damit die Frau den Transport nicht mitbekommen soll. Dies – so die Pflegerin – konnte sie mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren. Um 14:30 Uhr sollte also diese alte Frau abgeholt werden.

Ich versprach sofort zu kommen und rief von der Wohnung den Betreuer (Notariatsassessor) an und sagte, dass ich als Mitglied SSB „Graue Panther“ hier vor Ort gerufen worden wäre und dass dies so nicht geht. Ich wartete bis zum Abend. Die Frau wurde weder an diesem Tag, noch danach abgeholt! Sie lebt noch immer in ihrer Wohnung und wird von N. versorgt und gepflegt. 

GRAUER PANTHER AKTIV

Professor Dr. Thieler, München hatte sich mit der Telekom angelegt. Telekom wollte in den 90er Jahren die innerstädtischen Telefon-Tarife kräftig erhöhen. Dass diese Gespräche für ältere und kranke Menschen ein wichtiges Kommunikationsmittel sind ist nachvollziehbar. Wer nicht mehr gehen kann oder auch sonst krank ist, telefonieren geht immer. 

Angekündigt war eine Demo in München gegen Telekom. Mit den Münchner Grauen Panthern. Wir fuhren auch hin! Thieler hatte Erfolg. Die Tarife wurden bundesweit nicht erhöht. 

Sieg gegen Finanzhaie

In Überkingen, unweit der schwäbischen Alb sollte ein Altenheim mit 60 Bewohnern versteigert werden. Eine Bewohnerin rief die GRAUEN PANTHER in Stuttgart an. Wir organisierten eine Vorstandsitzung der Partei dorthin und machten mit Plakaten auf die Situation aufmerksam. Letztendlich erwirkten wir mit einer Petition an den Landtag, dass der Verkauf nicht stattfand. Die Frau des Architekten, der das Haus gebaut hatte, übernahm die Leitung. Und die Finanzhaie, die es unbedingt haben wollten, bekamen es nicht. Bei deren Ausspruch „… wir legen halt 100.000 drauf, dann haben wir`s“ hatte man wohl nicht mit uns GRAUEN PANTHERN gerechnet.

Es war sicher eine aufregende, anstrengende Zeit mit Trude Unruh, aber es war auch eine gute Zeit. Trude Unruh forderte viel, aber wenn‘s drauf ankam, dann stand sie auch hinter jedem einzelnen von uns. Ich möchte diese Zeit nicht missen! Die besten Wünsche für Trude Unruh zu ihrem 90. Geburtstag!

 

Martha-Elisabeth Fischer