Die Qual der Wahl..

.... oder wie der Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe wirkt.

Am 26.05.2019 sind ca. 60,1 Millionen Deutsche aufgerufen, durch Ihre Stimmabgabe kundzutun, welche der 41 sich bewerbenden Parteien sie gerne im kommenden Europaparlament sehen würden.

Neben den weidlich bekannten etablierten Parteien bewerben sich aber auch viele kleine Parteien, die nicht so bekannt sind und deren Programme oder Forderungen man nicht unbedingt so kennt. Hier hilft der Wahl-O-Mat, eine von der Bundeszentrale für politische Bildung betreute Einrichtung, die sich bereits in etlichen vorangegangenen Wahlen bewährt hat. Im Vorfeld zur Wahl erhalten die teilnehmenden Parteien einen Thesenkatalog zu verschiedensten Fragen, die mit „stimme zu“, „Neutral“ bzw. „stimme nicht zu“ beantwortet werden können. Gleichzeitig kann die gegebene Antwort kurz begründet werden.

Aus diesen Thesen wird dann durch die Initiatoren eine Auswahl getroffen und für den Wahl-O-Mat online gestellt. Der interessierte Besucher wird These für These mit politischen Behauptungen konfrontiert, die er nun, entsprechend seiner eigenen politischen Einstellung, mit einem Klick auf den jeweiligen Button als Zustimmung, Unentschieden oder Verneinend beantwortet. Das Programm merkt sich die abgegebenen Werte und listet nach Abschluss der letzten Frage alle Fragen und die dazu angeklickte eigene Antwort auf.

Hier hat der Benutzer noch die Möglichkeit, Fragen, die ihm besonders wichtig erscheinen, zu markieren, dies führt zu einer höheren Gewichtung bei der späteren Auswertung.

Nun kommt der interessante Teil, denn hier lassen sich die eigenen Antworten mit den Positionen von bis zu acht Parteien vergleichen.

Nachdem eine Auswahl getroffen wurde, mit welcher der 41 Parteien man die eigenen Ergebnisse verglichen sehen möchte, wird angezeigt, mit welcher der ausgewählten Parteien man selbst die größte Übereinstimmung im Ergebnis erzielt hat. Verblüffung kann fast garantiert werden, denn oftmals wird hier erstaunt festgestellt, dass man mit der Partei, zu der man die größte Nähe zu haben glaubte, recht wenig gemeinsame Positionen hat. Im Gegensatz dazu zeigt sich nun, vielleicht mit Parteien, denen man in der Vergangenheit nur wenig Aufmerksamkeit zollte, ein hoher Übereinstimmungswert.

Gerade unentschiedene Wähler können sich hier den vielleicht entscheidenden Anstoß holen, um dann mit gefestigter Überzeugung in die Wahlkabine zu gehen.

Ganz wichtig ist aber, überhaupt zur Wahl zu gehen. Die Einstellung, die von manchem Wahlverweigerer vorgetragen wird, es ändere sich ja sowieso nichts, bekommt erst durch eine Nichtteilnahme von vielen Wahlberechtigten ihre eigene Wahrheit. Also, nur wer sein Wahlrecht wahrnimmt, hat die Chance, gehört zu werden!

Und hier geht´s zum Wahl-O-Mat

 

hafro