Tankstellen werden zu Clubs von Besserverdienern

Das Jahr beschert uns wieder horrende Benzinpreise, wie sie es zuletzt 2008 gab. Benzinpreise, dass die Augen tränen - da freut sich außer den Mineralölkonzernen nur einer: Der Bundesfinanzminister. Allein die Mehrwehrtsteuer aus dem Rekord-Spritpreisen beschert dem Fiskus nach Schätzung von Experten Mehreinnahmen in Milliardenhöhe.

Wer vor dem Hintergrund dieser Preissituation weiterhin für jeden Liter Superbenzin rund 90 Cent Steuer abzweigt, betreibt staatliche Abzocke", kritisierte der AGP-Bundesgeschäftsführer Manfred Albrecht.

Hohe Steuern schadeten auch der Wirtschaft, weil der Gesamtkonsum unter den horrenden Ausgaben für die Mobilität leide.

Er forderte bei Benzinpreisen, wobei der Steueranteil fast 58 % betrage, die Abschaffung der Kfz-Steuer. Über die Mineralölsteuer würde jeder Autofahrer genügend zur Kasse gebeten. Zur Finanzierung des Straßennetzes wäre eine zweckgebundene Autobahnmaut für Pkw´s, die auch Durchreisende zur Kasse bittet, allemal gerechtfertigter als eine Kfz-Steuer, die in allen möglichen Haushaltslöchern verschwindet.

Der Bundesgeschäftsführer Manfred Albrecht ist über die Preissprünge bei den Spritpreisen gerade zum Beginn von Ferienzeiten oder Feiertagen verärgert. Angebot und Nachfrage müssen in einer Marktwirtschaft den Preis bestimmen, nichts anderes - auch kein Feiertagskalender.